WS 1.3

Kritik der Besitzindividualismus

(Beschreibung von Prof. Dr. Ludwig Mödl)

Samstag, 16. März 2019 11:00h-13:00h (KDA, Großer Saal)


Liebe Deinen Nächsten – er ist wie Du! Lasst eure Wahrnehmung verändern durch Erneuerung eures Sinnes, damit Ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, das Gute, Zufriedenstellende und Vollkommene. (Römerbrief, Kap. 2, Abs. 2)

Hart klingt die Kritik des gegenwärtigen Papstes Franziskus, wenn er sagt: „Diese Wirtschaft tötet!“ Er meint damit vor allem auch die Ungerechtigkeiten in den Handelsbeziehungen. Als Theologe kann ich zum Thema Freihandel versus fairer Handel weniger zu Detailfragen hinsichtlich politischer oder wirtschaftlicher Gegebenheiten bzw. Zwängen Stellung nehmen. Ich sehe es eher als meine Aufgabe an, grundlegende Themen wie Solidarität, Gerechtigkeit, menschenwürdigen Umgang u.a. anzusprechen, die jeweils die konkreten Maßnahmen begleiten und mitbestimmen müssen und als Motivationsträger dienen können.

Prof. Dr. Ludwig Mödl, geb. 1938 in Ingolstadt, war von 1971-87 Regens in Eichstätt, danach Direktor des Bildungshauses Schloss Hirschberg (1987-88), Professor in Luzern (1988-92), Eichstätt (1992-97) und München (1997-2003), Spiritual im Herzoglichen Georgianum (2003-213), Universitätsprediger (2007-2013). Heute ist er Seelsorger in München.


WS 1.3

Kritik der Besitzindividualismus

(Beschreibung von Dr. Roland Pelikan)

Samstag, 16. März 2019 11:00h-13:00h (KDA, Großer Saal)


Liebe Deinen Nächsten – er ist wie Du! Lasst eure Wahrnehmung verändern durch Erneuerung eures Sinnes, damit Ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, das Gute, Zufriedenstellende und Vollkommene. (Römerbrief, Kap. 2, Abs. 2)

Das Gemeinsame Wort der Kirchen (GW) von 1997 bringt hinsichtlich der Frage internationaler Verantwortung von Wirtschaft und Sozialpolitik das gemeinsame Handlungsziel der Gerechtigkeit und Fairness hinreichend klar zum Ausdruck: „Angesichts der ungehinderten Dominanz privatwirtschaftlicher Interessen auf Weltebene und der daraus resultierenden Beschränkung des politischen Handlungsspielraums einzelner Staaten wird eine verbindliche weltweite Rahmenordnung für wirtschaftliches und soziales Handeln dringlich. Erste Ansätze dazu gibt es ... Sie müssen ausgebaut werden, vor allem durch Regeln für einen fairen wirtschaftlichen Wettbewerb und durch soziale Standards. " (GW Ziff. 163. S. 66) Um solche Regeln und Standards für einen fairen Welthandel zu erreichen, bedarf es der Beteiligung aller demokratieorientierter Gruppen in einem offenen und zukunftsorientierten Diskurs, um gemeinsam ́Ethik zu lernen` (Pelikan).

Dr. Roland Pelikan, evangelischer Theologe, Industrie- und Sozialpfarrer, geb. 1955 in Ipswich/Suffolk, England, studierte evang. Theologie, Philosophie u. Soziologie in München (1983- 90). Nach Vikariat in Stockdorf und Pfarrtätigkeit in Sauerlach/Holzkirchen wurde er 1997 Industrie- und Sozialpfarrer für München und Oberbayern beim kda. Heute ist er Mitglied des Bundesvorstands kda. Er promovierte 2008 in Erlangen.