WS 1.4

Freihandel und ungleicher ökologischer Tausch - Externalisierung und internationale Produktionsketten

(Referent Prof. Dr. Stephan Lessenich) (verhindert)

Samstag, 16. März 2019 11:00h-13:00h (Gewerkschaftshaus, Großer Saal)


Die Kritik, dass die Chiffre des "Freihandels" Strukturen und Mechanismen ungleichen ökonomischen Tausches verdunkelt, ist ebenso richtig wie bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass die politische Freihandelsrhetorik eine zweite Dimension transnationaler Ausbeutung ausblendet, nämlich die in wirtschaftlichen Handelsbeziehungen eingelagerten Stoff- und Energieströme. Der Vortrag beleuchtet diese verdeckte Seite der Freihandelsdebatte und plädiert in diesem Sinne für eine umfassende kritische Analyse weltwirtschaftlicher Verhältnisse.

Prof. Dr. Stephan Lessenich lehrt Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist Special Fellow im Forschungskolleg "Postwachstumsgesellschaften" an der Friedrich-Schiller- Universität Jena.


Ungleiche Entwicklung und transnationale Ausbeutungsverhältnisse

(Referent Prof. Dr. Christian Zeller)

Samstag, 16. März 2019 11:00h-13:00h (Gewerkschaftshaus, Großer Saal)


Das Kapital steht vor der Herausforderung die Profitabilität zu steigern und mehr Wert aus der Arbeit der Beschäftigten weltweit herauszuholen. Um dieses Ziel zu erreichen verfolgen die Konzerne und die sie stützenden Regierungen unterschiedliche Strategien. Sie senken in erster Linie die Lohnstückkosten. Sie verlagern Produktionsschritte, setzen neue Technologien ein, steigern die Arbeitsproduktivität, flexibilisieren die Arbeitszeiten und halten die Löhne gering. Das führt zu einer Steigerung der Ausbeutung der Arbeitenden anderswo und hier. Zugleich verschärft sich die global ungleiche Entwicklung.

Prof. Dr. Christian Zeller, Professor für Wirtschaftsgeographie an der Universität Salzburg, arbeitet zu internationalen Expansionsstrategien großer Konzerne, globalen Produktions- und Innovationsnetzwerken und Globalisierungsprozessen im Rahmen einer Bedeutungszunahme des Finanzkapitals.